MVZ Laborverbund
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Ihr Facharztlabor

 

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGel)

Das Plus für Ihre Gesundheit

IGeL - was ist das?

Wenn es sich um medizinische Leistungen handelt, die

  • ärztlich sinnvoll sind, aber nicht von den Kassen und Versicherungen bezahlt werden,
  • außerhalb des Versorgungsumfangs der Kassen und Versicherungen liegen, aber ärztlich empfehlenswert sind, z.B. im Bereich Freizeit, Sport und Reisen,
  • von Patienten initiativ gewünscht werden und aus ärztlicher Sicht vertretbar sind,

sind damit so genannte Individuelle Gesundheitsleistungen gemeint, die der Patient selbst bezahlen muss.

Wir bieten Labordiagnostik für diese IGel-Leistungen:

Borreliose

  • Borreliose

Ernährung und Stoffwechsel

  • Vitamine

Gesundheitscheck

  • Allergietestung als Vorsorgeleistung

Organgesundheit

Partnerschaft und Gesundheit

Reise

Thrombose-Risiko


Zehn IGeL - Grundsätze

Als Vertrauensperson stehen Sie vor der Aufgabe,  Ihren Patienten Nutzen und Grenzen einer IGeL darzulegen, damit diese die Entscheidung für die Selbstzahlerleistung gut abwägen können. Damit diese sich umfassend und professionell durch Sie beraten fühlen und auch Sie bei der Betreuung und Beratung in Sachen IGeL auf der sicheren Seite sind, geben wir Ihnen diese zehn IGeL-Grundsätze an die Hand, die der Deutsche Ärztetag 2006 festgelegt hat.

1.) Sachlich Informieren

Sprechen Sie sachlich und offen mit Ihren Patienten über die jeweilige IGeL – das stärkt Ihr Vertrauensverhältnis. Sie als Arzt beurteilen die gesundheitliche Situation Ihrer Patienten und können einschätzen, welche IGeL sinnvoll ist, sodass kein „Handel“ mit Gesundheit entsteht.

2.) Zulässige Leistungen

Wenn Sie eine medizinische Leistung, die nicht von den Krankenversicherungen abgedeckt wird, als ärztlich sinnvoll, zumindest aber vertretbar erachten, können Sie Ihren Patienten diese IGeL anbieten.

3.) Korrekte und transparente Indikationsstellung

Erläutern Sie Ihren Patienten, auf welche medizinisch notwendige und erstattungsfähige Leistung ein Anspruch besteht. Hier dürfen Sie keine entsprechende IGeL anbieten. Weil die Entscheidung für eine IGeL und gegen eine Leistung der GKV nicht immer leicht getroffen werden kann, ist eine Transparentmachung für Patienten von besonderer Bedeutung. Nur so können sie eigenverantwortlich entscheiden.

4.) Seriöse Beratung

Informationsmaterial kann Ihre seriöse Beratung unterstützen, wenn es Ihre Patienten aufklärt und deren eigenständige Entscheidung fördert. So vermeiden Sie bei Ihren Patienten Verunsicherung, Verängstigung und falsche Erwartungen. Gern stellen wir Ihnen unsere Informationsblätter für die Patientenauskunft zur Verfügung.

5.) Aufklärung

Erklären Sie Ihren Patienten, weshalb sich eine Leistung anbietet, die nicht zum Leistungsumfang der Krankenversicherungen gehört, und welche Alternativen es dazu gibt. Informieren  Sie Ihre Patienten auch darüber, wenn Sie ihm von einer bestimmten IGeL abraten würden. Auch die zu erwartenden Kosten durch eine IGeL oder sich anschließende Behandlungen sind ein wichtiges Gesprächsthema.

6.) Angemessene Informations- und Bedenkzeit

Häufig besteht der Wunsch der Patienten, sich Zeit zu nehmen bei der Entscheidung für oder gegen IGeL. Auch das Einholen einer zweiten Meinung – insbesondere bei leistungsrechtlichen Fragen – ist üblich. Geben Sie Ihren Patienten die Möglichkeit einer ausreichenden Bedenkzeit – auch hier können Informationsmaterialien sinnvoll unterstützen.

7.) Schriftlicher Behandlungsvertrag

Mit einem schriftlichen Behandlungsvertrag sichern Sie sich und Ihre Patienten rechtlich ab, denn dadurch wird die Zustimmung der Patienten für eine selbst finanzierte Leistung und die durch Sie erhaltene Aufklärung über Nutzen und Grenzen der IGeL dokumentiert. Auch die Angaben über das voraussichtliche Gesamthonorar einschließlich der einschlägigen Ziffern der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sowie der Gebührensatz sind Teil des verpflichtenden Behandlungsvertrags.

8.) Kopplung mir sonstigen Behandlungen

IGeL sollten nicht mit Behandlungsmaßnahmen des erstattungsfähigen Leistungsumfangs, sondern grundsätzlich separat erbracht werden. Praktisch bedeutet dies getrennte Untersuchungsaufträge (Anforderungen) für IGeL und erstattungsfähige Leistungen der GKV bzw. PKV.

9.) Einhaltung von Gebietsgrenzen und Qualität

Bei der Beratung und Durchführung von IGeL sollten Ärzte stets die Grenzen ihres jeweiligen Fachgebiets beachten.

10.) GOÄ-Liquidation

Dem Behandlungsvertrag schließt sich nach erfolgter Behandlung eine den Patienten ausgestellte Rechnung an, die den Vorgaben von § 12 GOÄ entspricht. IGeL-Laborleistungen werden vom Labor direkt mit dem Patienten abgerechnet.

Informationen für Ärzte

rund um die "Do's" und "Don'ts" in Sachen IGeL finden Sie in unserer Broschüre.

Wenn Sie unser Informationsmaterial in Ihrer Praxis bereitstellen möchten, können Sie dieses bequem über unser Service-Annahme bestellen: 030 - 344 097 72 65.